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Wasserpflege bei Swimmingpools

Warum braucht es Wasserpflege im Swimmingpool?

Das Wasser im Swimmingpool lebt: Es ist unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt, da laufend organische und anorganische Stoffe ins Badewasser geraten. Unternehmen Sie nichts dagegen, so können sich Bakterien, Viren und Algen vermehren, und das Wasser in Ihrem Swimmingpool wird trüb. Das muss nicht sein! Die Wasserpflege ist einfach, wenn gewisse Grundregeln eingehalten werden. Nachfolgend ein paar Pflegetipps, damit Sie Ihren Swimmingpool unbeschwert geniessen können.

Kleiner Ratgeber zur Schwimmbadchemie

Welche chemischen Wasseraufbereitungsmethoden gibt es?

  • Wasseraufbereitung mit Chlor:
Chlor ist das am häufigsten eingesetzte Produkt für die Wasserdesinfektion. Es eignet sich hervorragend zur Oxidation von organischen Verunreinigungen und zerstört Bakterien mit höchster Effizienz. Chlor kann sowohl für die kontinuierliche Dauerdesinfektion als auch zur Stossdesinfektion eingesetzt werden.
Für wen ist die Wasserpflege mit Chlor im Swimmingpool geeignet?
Wer eine sichere und zuverlässige Methode wünscht, die ein hygienisch einwandfreies Wasser garantiert und dabei ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet, hat mit der Chlor-Wasserdesinfektion eine gute Lösung gefunden.

  • Wasseraufbereitung mit Brom:
Brom besitzt sehr ähnliche Eigenschaften in Bezug auf eine zuverlässige Wasserdesinfektion wie Chlor. Im Vergleich zu Chlor ist Brom jedoch sowohl bei höheren pH-Werten als auch bei höheren Temperaturen wirksamer.
Für wen ist die Wasserpflege mit Brom geeignet?
Für jeden Swimmingpoolbesitzer, der eine zuverlässige und dauerhafte Desinfektion ohne Chlorgeruch wünscht. Es ist ideal für die Desinfektion von Swimmingpools, Innenbecken und Whirlpools – auch bei kalkhaltigem Wasser!

  • Wasseraufbereitung mit Aktivsauerstoff:
Die Wasserdesinfektion mit Aktivsauerstoff ist die sanfte Alternative zu Chlor. Mit Aktivsauerstoff gepflegtes Wasser ist sanft zu Augen, Haut und Haaren.
Für wen ist die Wasserpflege mit Aktivsauerstoff geeignet?
Wer sich kristallklares und angenehm sanftes Poolwasser ganz ohne Chlorgeruch wünscht, ist mit Aktivsauerstoff bestens bedient. Besonders geeignet ist diese Methode für Swimming-Poolbesitzer mit Hautallergien, die Wert auf möglichst natürliches Badewasser legen.

Was gilt es bei der chemischen Wasseraufbereitung zu beachten?

Mit der Wasserfiltrierung allein können nicht alle Verunreinigungen beseitigt werden; aus diesem Grund ist die Behandlung mit geeigneten chemischen Produkten unverzichtbar. Um diese Pflegemittel richtig zu dosieren, müssen Sie zunächst errechnen, wie viele Kubikmeter Wasser Ihr Pool fasst.

Die Wasserhärte:
Eine weitere wichtige Grösse für die korrekte Wasserpflege ist die Wasserhärte. Die Masseinheit der Wasserhärte in der Schweiz ist der deutsche Härtegrad (dH). Die Wasserhärte ist von Region zu Region verschieden. Weiches Wasser mit einem pH-Wert unter 7,0 liegt im sauren Bereich und kann zu Korrosionen an Metall- und anderen Einbauteilen führen. Hartes Wasser mit einem pH-Wert über 7,0 ist alkalisch. Bei einer Wasserhärte über 14 °dH und pH-Werten über 7,6 kommt es zu Kalkablagerungen. Um diese zu vermeiden, geben Sie dem Wasser Ihres Swimmingpools einen Härtestabilisator gemäss der Anleitung des Herstellers zu.

Wasserpflege im Schwimmbad und Filter in vier Schritten

Schritt 1: pH-Regulierung
Das Wichtigste bei der Wasserpflege ist die Regulierung des pH-Werts. Die Regulierung muss vor allen anderen Pflegeschritten erfolgen, denn der pH-Wert beeinflusst alle Faktoren des Beckenwassers! Der ideale pH-Wert liegt bei 6.8-7,4. Bei einer Wasseraufbereitung mit Brom oder Aktivsauerstoff darf der pH-Wert auch etwas höher liegen. Chlor hingegen ist umso wirksamer, je tiefer der pH-Wert ist.

Schritt 2: Desinfektion des Schwimmbadwassers
Bei Wassertemperaturen über 22° C vermehren sich Bakterien und Keime deutlich. Je höher die Wassertemperatur, desto schneller läuft dieser Vorgang ab. Um diesen Einflüssen vorzubeugen, setzen wir Oxidationsmittel in Form von stabilisierten organischen Chlorprodukten oder auf Basis von Aktivsauerstoff ein. Diese "verbrennen" Keime und Bakterien und desinfizieren so Ihr Becken. Der ideale Chlor-Wert liegt dabei bei 0,4-1,0 mg/l. Der Wasserstoffperoxyd-Gehalt sollte über 5 mg/l liegen.

Erhältlich sind folgende Produkte:

Schnell-Chlor-Granulat: ein schnelllösliches Granulat, speziell für Dauer- oder Zusatzchlorung sowie zum Wiederanheben des freien Chlorgehaltes und zur Stosschlorung geeignet.

Schnell-Chlor-Tabletten 20 g: für die laufende Chlorung oder zur schnellen Einstellung des optimalen Chlorgehaltes und zur Stosschlorung geeignet.

Langzeit-Chlor-Tabletten 200 g: Langsam lösliche Tabletten mit ca. 90% aktivem Chlorgehalt. Geeignet zur Dauerchlorung für alle Wasser- und Filtersysteme.

Aktivsauerstoff, Granulat/flüssig: Desinfektionsmittel auf der Basis von Aktivsauerstoff in Kombination mit einem Aktivator für Aktivsauerstoff, der die Algenbildung verhindert. Beim Einsatz von Aktivsauerstoff sollte auf eine perfekte Flockung, z.B. mit APF geachtet werden. Ein spezielles Filtergranulat wie AFM ist dringend zu empfehlen.

Bromtabletten: Diese werden meist über eine Dosierschleuse mit einer automatischen Dosieranlage eingesetzt. Im Schwimmbadwasser wird das Redox-Potential gemessen und nach Bedarf konzentrierte Bromlösung beigemischt.

Schritt 3: Algenbekämpfung im Swimmingpool
Algen dienen als Nährboden für Bakterien. Um eine einwandfreie, hygienische Wasserqualität zu gewährleisten, ist es unerlässlich, Becken und Wasser algenfrei zu halten. Durch die vorbeugende Dosierung sparen Sie an Desinfektionsmittel. Bei Schwimmbädern, die von uns gebaut werden, ist eine Algenbekämpfung nicht notwendig. Mit der richtigen Flockung kann fast alles Phosphat ausgefällt werden.

Schritt 4: Flockung von kleinsten Teilchen im Swimmingpool
Kleinste Schmutzteilchen (Kolloide) werden nicht durch den Sand- oder AFM-Sandfilter aufgefangen. Um diese zu beseitigen, arbeiten wir mit Flockungsmitteln. Das Ergebnis ist kristallklares Wasser. Auch hier sollten Sie vorbeugend dosieren, um eine gleichbleibende, klare Wasserqualität zu erreichen. Gute Flockungsmittel enthalten zusätzlich Phophatbinder. Wird das Phosphat aus dem Schwimmbadwasser entfernt, entzieht dies den Algen und Bakterien die Nahrung.