Egli Gartenbau AG

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Wasserpflege / Schwimmbadchemie / Anleitung

Pflegeanleitung für Schwimmbadwasser

Als Schwimmbadbesitzer muss man das Badewasser richtig pflegen, damit man das ganze Jahr viel Freude an seinem Schwimmbad haben kann. Die richtige Pflege des Wassers bedarf einiger Wissensgrundlagen - wenn man diese kennt, ist auch das riesige Angebot an Möglichkeiten und Produkten gar nicht mehr so unüberschaubar. Wir helfen Ihnen gerne dabei, sich Grundkenntnisse über die Schwimmbadwasseraufbereitung, sowie die Funktion bestimmter Pflegemittel anzueignen.

Grundlagen der Wasseraufbereitung

Bei der Wasserpflege unterscheidet man grundsätzlich zwischen der physikalischen und der chemischen Wasseraufbereitung. Um in hygienisch einwandfreiem Wasser baden zu können, bedarf es immer beider Aufbereitungsarten.

Grundvoraussetzung für eine funktionierende Aufbereitung ist eine gute Umwälzung und Filtration des Wassers, dabei spricht man von der physikalischen Wasseraufbereitung. Auch die Desinfektion von Wasser mittels UV-Strahlung oder Ozon gehört in die Kategorie der physikalischen Wasseraufbereitung. Die Zugabe von Wasserpflegeprodukten hingegen gehört zur chemischen Wasseraufbereitung. Die physikalische und die chemische Wasseraufbereitung ergänzen sich gegenseitig und sind für eine wirksame Pflege gleich wichtig. Umwälzung und Filtration alleine genügen nämlich nicht, um das Wasser klar und frei von Keimen zu halten. Bakterien, Pilze und Viren werden nur durch Desinfektionsmittel abgetötet, das Algenwachstum wird durch Algizide sicher verhindert und zahlreiche feinste Partikel und Trübstoffe werden erst durch Flockungsmittel aus dem Wasser entfernt.

Der durchschnittliche Pflegeaufwand beträgt bei einem Pool, welcher von unserer Firma gebaut wurde, maximal 10 Minuten pro Woche und wird bereits nach kurzer Zeit zur reinen Routineangelegenheit.

Physikalische Wasseraufbereitung

Das Ziel der physikalischen Wasseraufbereitung ist eine Durchmischung des Wassers, die mechanische Filtration des Wassers oder aber eine Desinfektion mittels Ozon oder UV-Strahlung.

Filtration
Bei einer guten Durchströmung des Beckens wird die Mehrheit der grösseren Schmutzpartikel vom Filter zurückgehalten. Generell empfehlen wir, die Filterpumpe jeden Tag so lange laufen zu lassen, dass das gesamte Wasservolumen mindestens 3-4 Mal umgewälzt werden kann. In der Regel entspricht dies einer Filterlaufzeit von 16-20 Stunden pro Tag. Eine längere Filterlaufzeit ist jedoch immer von Vorteil. Verwendet man einen Sandfilter, so muss dieser jede Woche rückgespült werden.
Ebenso sollte wöchentlich mindestens 1% des Wassers durch Frischwasser ersetzt werden. Fremdkörper, die sich trotz Filtration noch im Wasser befinden, werden entweder mittels eines Keschers manuell beseitigt oder mit einem automatischen Bodensauger abgesaugt (automatischer Schwimmbadroboter).

Ozonanlage
Ozon entsteht bei einer UV-Strahlung von 185nm (Nanometer) und wird durch höhere UV-Strahlung ab 256nm wieder "zerstört" bzw. unschädlich gemacht. Diese Eigenschaft von Ozon kann für die Wasseraufbereitung und die oxidative Desinfektion erfolgreich genutzt werden. Ozon-Moleküle bestehen aus drei Sauerstoff-Atomen (O3), wobei das dritte Atom relativ lose mit den beiden anderen verbunden ist. Wenn im Wasser Ozon- und "Schmutz"-Moleküle aufeinanderprallen, findet eine chemische Reaktion – eine Oxidation – statt. Dabei löst sich das dritte (lose) Sauerstoffatom des Ozons und zerstört dabei organische Moleküle wie in Bakterien, Viren, Pilze und Algen.
Die effizienteste Nutzung von Ozon in der Wasseraufbereitug liegt in einem UV-Ozon-Kombinationsverfahren. Dabei wirkt die UV-Strahlung als Deaktivierungmittel und Ozon als unterstützendes Oxidationsmittel. Es kommt so zu einer umweltfreundlichen Wasseraufbereitung und Desinkfektion, werlche keinerlei Rückstände im Wasserhinterlassen und eine Minimierung der weiteren chemischen Wasserpflegemittel um bis 40% ermöglichen.

Achtung
Vorsicht: Nicht alle Kombinationsanlagen und Verfahren erzielen den gewünschten Effekt! Viele Billigprodukte auf dem Markt sind wegen mangelnden Fachwissens und unzulässigen Gebrauchs unwirksam. Unsere SOL-UV-Produktserien MAVOX, LegioDes® und Aqua Induct-profi® sind jedoch in jahrelanger Forschung konzipiert und entwickelt worden, sodass wir jederzeit eine hohe Qualität und Leistungsfähigkeit garantieren können.

Chemische Wasseraufbereitung

Das Wasser im Swimmingpool lebt. Es ist unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt; es geraten laufend organische und anorganische Stoffe ins Badewasser. Unternehmen Sie nichts dagegen, können sich Bakterien, Viren und Algen vermehren, das Schwimmbad wird trüb. Das muss nicht sein! Die chemische Wasserpflege ist einfach, wenn gewisse Grundregeln eingehalten werden.

Die chemische Wasseraufbereitung umfasst die folgenden fünf Pflegeschritte:
pH-Wert-Regulierung, Wasserdesinfektion, Algenverhütung, Flockung und Filterpflege.

pH-Wert-Regulierung
Die Einstellung des pH-Wertes im Schwimmbadwasser ist der erste und ein essentieller Schritt bei der Poolwasserpflege. Der optimale pH-Wert liegt im Badewasser zwischen 7,0 und 7,4. Nur innerhalb dieses Bereiches ist eine optimale Wirksamkeit der Pflegemittel gegeben. Das Füllwasser des Schwimmbads hat einen entscheidenden Einfluss auf den pH-Wert, denn je nach Wasserhärte und Temperatur kann der pH-Wert stark schwanken und muss deshalb regelmässig überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Ein zu hoher pH-Wert wird mit pH-Minus gesenkt, ein zu niedriger pH-Wert mit pH-Plus angehoben.

Wasserdesinfektion
Für die Desinfektion von Badewasser gibt es grundsätzlich drei bewährte Methoden. Die Aufbereitung mit Hilfe von Chlor, diejenige mittels Brom und jene mittels Aktivsauerstoff. Alle drei Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, hier sollen sie kurz vorgestellt werden.

Chlordesinfektion:
Chlor ist das am häufigsten eingesetzte Produkt für die Wasserdesinfektion. Es eignet sich hervorragend zur Oxidation von organischen Verunreinigungen und zerstört Bakterien mit höchster Effizienz. Chlor kann sowohl für die kontinuierliche Dauerdesinfektion als auch zur Stossdesinfektion eingesetzt werden.
Poolbesitzer, die eine sichere und zuverlässige Methode wünschen, welche ein hygienisch einwandfreies Wasser garantiert und dabei ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet, sind mit einer Chlordesifektion gut beraten.

Bromdesinfektion:
Brom besitzt sehr ähnliche Eigenschaften in Bezug auf eine zuverlässige Wasserdesinfektion, wie Chlor. Im Vergleich zu Chlor ist Brom jedoch sowohl bei höheren pH-Werten, als auch bei höheren Temperaturen wirksamer.
Poolbesitzer, welche sich eine zuverlässige und dauerhafte Desinfektion ohne Chlorgeruch wünschen, werden mit Brom als Desinfektionsmittel sicher glücklich sein. Es ist zudem ideal für die Desinfektion von Swimmingpools, Innenbecken und Whirlpools – auch bei kalkhaltigem Wasser!

Aktivsauerstoffdesinfektion:
Die Wasserdesinfektion mit Aktivsauerstoff ist eine weitere sehr verträgliche Alternative zu Chlor. Mit Aktivsauerstoff gepflegtes Wasser ist sanft zu Augen, Haut und Haaren.
Wer sich kristallklares und angenehm sanftes Poolwasser ganz ohne Chlorgeruch wünscht, ist mit Aktivsauerstoff bestens bedient. Besonders geeignet ist diese Art der Wasseraufbereitung für Poolbesitzer mit Hautallergien oder sehr empfindlicher Haut.

Algenverhütung
Algen sind Mikroorganismen, die unerwünschte organische Stoffe produzieren, welche wiederum ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze sind. Grund genug, Algenwachstum im Schwimmbad zu verhindern.
Algenbildung verhindert man im Allgemeinen durch so genannte Algizide. Generell muss man wissen, dass Algizide vorbeugend wirken und nur funktionieren, wenn die richtige und ausreichende Menge an Algizid im Wasser ist. Hierfür muss die Konzentration im Produkt stimmen und die Algizidmenge im Wasser regelmässig nachdosiert werden.

Flockung
In allen Arten von Pools kommt es gelegentlich zu Trübungen des Badewassers. Der Grund dafür sind im Wasser schwebende Schmutzteilchen. Da diese winzigen Partikel "von Natur aus" negativ geladen sind, stossen sie sich gegenseitig ab und sinken nicht zu Boden. Die meisten Filter können derart kleine und geladene Teilchen nicht aus dem Wasser herausfiltrieren, die Folge: Das Wasser wird trüb. Mit Hilfe von Flockungsmitteln kann man Schwebepartikelchen filtrierbar machen. Die sich vor dem Filter bildenden Flocken, hüllen feinst verteilte Schmutzteilchen ein. Diese Flocken sind schliesslich gross genug, um im Sandfilter zurückgehalten werden zu können. Mit dem nächsten Rückspülen sind diese Schmutzstoffe dann verschwunden. Zusätzlich unterstützt eine gute Flockung die Kapazität des eingesetzten Desinfektionsmittels. Besonders bemerkbar macht sich dies bei Pflegeprogrammen mit Aktivsauerstoff: das Resultat einer guten Flockung ist dann absolut kristallklares Wasser.
Die Verwendung von Flockmitteln ist nur bei Sandfiltern empfohlen, bei Kartuschenfiltern empfehlen wir konzentrierten Trübungsentferner.

Filterpflege
Sandfilter sollte man mindestens jede Woche gründlich rückspülen. Jeweils vor dem Einwintern oder auch wenn sonst Bedarf ist, kann das Einsetzen eines Filterpflegemittels wie Filtershock, oder noch besser, Dryox nötig sein. Dryox ist ein Filterpflegemittel, welches als Chlordioxid sogar in Aktivsauerstoff-Pools eingesetzt werden kann und eine 100fach höhere Desinfektionskapazität in Biofilmen besitzt, als dies herkömmliches Chlor tut. Es löst Biofilm in Filtern ab und entfernt dadurch den Lebensraum für potentiell gefährlichen Bakterien, wie beispielsweise Legionellen.

Weitere Informationen zur Wasseraufbereitung

Diese Seite beinhaltet die groben Grundzüge der Wasseraufbereitung. Bei der Entscheidung für ein Aufbereitungssystem möchten viele Poolbesitzer jedoch noch genauer über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten und Produkte Bescheid wissen. Zur weiteren Vertiefung in dieses Thema, haben wir auf unseren Seiten "Swimmingpools ohne Chlor", "Neuste Methoden der Wasseraufbereitung" und "Schwimmbadchemie" viele weitere spannende Informationen für Sie zusammen gestellt.